Persische Teppiche gelten seit Jahrhunderten als Inbegriff der Knüpfkunst – und kein Land hat mehr berühmte Provenienzen hervorgebracht als der Iran. Vom hauchfein geknüpften Seidenteppich aus Ghom (auch Qum oder Qom geschrieben) über den signierten Täbriz (Tabriz) mit 50, 60 oder 70 Raj bis zum kraftvollen Gabbeh der Nomaden: Jede Stadt, jedes Dorf und jeder Stamm hat eigene Muster, Farben und Knüpftechniken entwickelt. Hier finden Sie die wichtigsten Perserteppich-Provenienzen mit ihren Besonderheiten – wir kennen, waschen, reparieren, kaufen und beschaffen sie alle. Ein Anruf oder ein Foto per WhatsApp genügt.
Meisterwerke & Stadtteppiche
Täbrizauch: Tabriz, Tabris, Tebriz
Täbriz (auch Tabriz oder Tabris geschrieben) ist die Teppich-Hauptstadt Nordwest-Persiens und eines der ältesten Knüpfzentren der Welt. Typisch sind elegante Medaillon-, Jagd- und Gartenmuster aus feiner Korkwolle, oft mit Seide konturiert. Die Feinheit wird in Raj gemessen – je höher, desto wertvoller. Ein gepflegter Täbriz-Teppich ist ein Klassiker mit stabilem Wiederverkaufswert, den wir regelmäßig ankaufen und beschaffen.
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Täbriz 50 Raj
Hohe Knüpfdichte (50 Knoten pro Gereh), elegante klassische Muster aus Korkwolle, oft mit Seidenanteilen.
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Täbriz 60 Raj
Sehr feine Knüpfung in Sammlerqualität – präzise Zeichnung, edle Materialien.
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Täbriz 70 Raj
Die höchste Feinheitsstufe, oft signierte Meisterstücke mit außergewöhnlichem Wert.
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Isfahanauch: Esfahan, Ispahan
Isfahan (Esfahan) steht für die Königsklasse der persischen Knüpfkunst: Korkwolle auf Seidenkette, 600.000 bis über 1 Million Knoten pro m² und Muster von architektonischer Eleganz, inspiriert von den Moscheen der Stadt. Signierte Werkstattteppiche – allen voran Seirafian – gehören zu den wertvollsten Perserteppichen überhaupt. Wenn Sie einen Isfahan kaufen oder verkaufen möchten, ist eine Experten-Begutachtung Pflicht.
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Isfahan Seirafian
Die berühmte Knüpfer-Dynastie Seirafian: signierte Werkstattteppiche mit internationalem Sammlerwert.
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Nain 9La
Helles Beige-Blau und klassisches Medaillon – der bekannteste Nain-Typ, zeitlos elegant.
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Nain 6La
Der Nain 6La ist der bekannteste Vertreter der hellen, eleganten Nain-Teppiche: beige-blaue Farbwelt, feine Arabesken, Wolle mit Seidenkonturen. „6La" bezeichnet die Fadenstärke der Kette – je kleiner die Zahl, desto feiner der Teppich. Nain-Teppiche passen zu fast jeder Einrichtung und gehören zu den meistgesuchten Perserteppichen in Deutschland.
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Nain 4La
Die feinste Nain-Qualität, sehr selten und entsprechend gesucht.
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Ghom Seideauch: Qum, Ghum, Qom
Der Seidenteppich aus Ghom (auch Qum, Ghum oder Qom geschrieben) ist der Inbegriff des Luxusteppichs: reine Naturseide in Kette, Schuss und Flor, brillante changierende Farben und Knüpfdichten bis über 1 Million Knoten pro m². Viele Stücke tragen Werkstatt-Signaturen, die den Wert erheblich steigern. Ghom-Seidenteppiche sind klein im Format, groß im Wert – und ein klassisches Sammelgebiet.
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Ghom Kork
Feine Korkwolle mit Seidenanteilen aus der heiligen Stadt Ghom.
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Kashanauch: Keschan, Kaschan
Kashan (auch Keschan oder Kaschan geschrieben) gehört zu den großen klassischen Stadt-Provenienzen Persiens: tiefes Rot und Blau, zentrales Medaillon, dichte Blütenranken. Antike Kashan aus der Zeit um 1900 – besonders die Kork-Qualitäten – sind international gesuchte Sammlerstücke. Ein Teppich, der Generationen überdauert und dabei elegant bleibt.
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Kashan Kork
Besonders weiche, feine Kashan-Qualität aus Korkwolle.
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Kerman
Blumenmuster und Pastelltöne aus Südost-Persien – berühmt für Bildteppiche und Bordürenkunst.
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Kerman Lawar
Die feinste Kerman-Provenienz (Rawar), oft mit Bildmotiven und detailreichen Gärten.
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Maschadauch: Mashhad, Meschhed
Große Formate, tiefes Rot, prächtige Medaillons – Maschad knüpft die imposanten Salon-Teppiche Persiens.
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Maschad Saber
Signierte Werkstattteppiche der Familie Saber – höchste Güte aus Khorasan.
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Saroughauch: Saruk, Sarouk, Sarugh
Der Sarough (auch Saruk oder Sarouk geschrieben) aus West-Persien war der Exportschlager der 1920er bis 1960er Jahre – besonders in die USA („American Sarough"). Typisch sind das lachs- bis ziegelrote Feld mit blauen Blütenzweigen und eine schwere, dichte Wolle, die Jahrzehnte übersteht. Antike Sarough Mir mit dem kleinteiligen Botehmuster sind besonders gesucht.
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Sarough Mir
Durchgemustertes Boteh-Muster – ein zeitloser Klassiker.
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Mir
Das klassische Boteh-Allover-Muster – dezent, elegant, vielseitig kombinierbar.
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Moud
Feines Mahi-Muster (Fischmuster) aus Ostpersien, Wolle mit Seidenkonturen.
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Moud Mahi
Durchgemustertes Herati in feinster Ausführung – Korkwolle und Seide.
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Birjand
Solide Stadtteppich-Qualität aus der Region Khorasan.
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Veramin
Mina-Khani-Muster und dichte Knüpfung – kleine, aber feine Produktion südlich von Teheran.
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Yazd
Kerman-ähnliche Muster, gute Gebrauchsqualität aus der Wüstenstadt Yazd.
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Ravar
Feinste Kerman-Ravar-Knüpfungen mit detailverliebten Mustern.
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Sabzevar
Weiche Wolle und ausgewogene Muster aus Khorasan.
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Kaschmar
Bildmotive und Zir-Khaki-Muster – erzählende Teppiche aus Ostpersien.
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Teheran antik
Seltene antike Stadtteppiche aus der Hauptstadt – hohe Sammlerpreise.
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Dorf- & Nomadenteppiche
Bidjarauch: Bidschar, Bijar
Der Bidjar (auch Bidschar oder Bijar) trägt den Beinamen „Eisenteppich Persiens": Durch die spezielle Klopftechnik beim Knüpfen wird sein Gewebe so dicht und schwer, dass er als unverwüstlich gilt – ideal für stark genutzte Räume. Die kurdischen Knüpfer kombinieren Herati-Muster mit sattem Rot und Blau. Ein Bidjar ist die wohl langlebigste Anschaffung unter den Perserteppichen.
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Bidjar Tekab
Feine Bidjar-Qualität mit Herati-Muster, oft mit Seidenanteilen.
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Herizauch: Heris, Eriwan-Heriz
Der Heriz (auch Heris) aus Nordwest-Persien ist der Inbegriff des charakterstarken Wohnteppichs: großes, kantiges Zentralmedaillon, ziegelrote Grundfarbe, robuste Wolle. Antike Heriz aus der Zeit vor 1920 – im Handel oft als Serapi bezeichnet – erzielen auf internationalen Auktionen Spitzenpreise. Auch jüngere Stücke sind wertstabile, äußerst strapazierfähige Begleiter.
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Heriz antik
Antike Heriz-Dorfteppiche gehören zu den gesuchtesten Sammlerstücken am Weltmarkt.
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Hamadanauch: Hamedan
Hamadan (Hamedan) ist die Sammelbezeichnung für die Dorfteppiche aus Hunderten Knüpfdörfern rund um die westpersische Stadt – meist robuste Einzelstücke mit geometrischen Mustern und das, was viele Deutsche als ihren ersten „Perser" kennen. Die Qualität reicht vom einfachen Gebrauchsteppich bis zum feinen Scheherezad – wir sagen Ihnen ehrlich, was Ihr Hamadan wert ist.
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Malayer
Antike Malayer mit Herati-Muster sind bei Sammlern sehr gesucht.
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Abadeh
Zili-Sultan- und Vasenmuster, kompakt und fest geknüpft.
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Ardebil
Kaukasisch beeinflusste Geometrie aus Nordwest-Persien.
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Bachtiar
Das berühmte Felder- und Gartenmuster (Khesti) der Bachtiaren-Stämme.
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Bachtiar Bibibaff
Die feinste Bachtiar-Qualität – 'Knüpfung der Fürstin' mit kräftigen Farben.
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Sennehauch: Sehna, Sanandaj
Hauchfeine kurdische Knüpfkunst – Senneh-Teppiche wirken fast wie gewebt.
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Klardasht
Kräftiges Rot und markante Medaillons aus dem Nordiran.
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Koliai
Kurdische Dorfteppiche – schwer, dicht und sehr strapazierfähig.
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Zanjan
Preiswerte, robuste Dorfware zwischen Hamadan und Täbriz.
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Borudscherd
Herati-Varianten aus der Hamadan-Region.
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Tuyserkan
Kompakte Knüpfung und warme Farben aus Westpersien.
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Nahavand
Kräftige Geometrie auf Rot- und Blautönen – charakterstarke Dorfware.
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Lilian
Blumige Muster, oft in Rosa- und Rottönen – charmante Dorfteppiche.
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Maslaghan
Markantes gezacktes Blitz-Medaillon – klein, aber unverwechselbar.
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Wiss
Grobe, kraftvolle Muster – sehr robuste Alltagsteppiche.
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Joshaghan
Rautenförmige Blütenfelder – eine jahrhundertealte, unveränderte Mustertradition.
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Ghutschan
Kurdische Knüpfungen aus Nordost-Persien – selten und urtümlich.
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Karadja
Typische Dreier-Medaillons, häufig als Läufer – Nordwest-Persien.
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Songhor
Kurdische Provenienz mit kräftigen Farben.
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Hosseinabad
Herati-Muster, sehr strapazierfähig – beliebte Einrichterware.
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Mehraban
Solide Alltagsqualität aus der Hamadan-Gruppe.
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Taleghan
Seltene Dorfteppiche mit geometrischen Medaillons.
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Engelas
Feinere Hamadan-Qualität, meist rotgrundig.
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Schirazauch: Shiraz
Geometrische Stammesmuster der Fars-Region – echte Nomadenware.
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Gashgaiauch: Ghashghai, Kashgai, Qashqai
Die feinste Nomadenknüpfung Persiens – lebendige Motive der Kaschgai-Stämme.
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Gabbeh
Der Gabbeh ist der berühmteste Nomadenteppich Persiens: dicker, weicher Flor, leuchtende Farben und minimalistische Muster, die jedes moderne Wohnzimmer bereichern. Geknüpft wird er von den Nomaden der Fars-Region aus handversponnener, pflanzengefärbter Wolle. Vom rustikalen Dorf-Gabbeh bis zur feinen Loribaft-Qualität – kaum ein Orientteppich passt besser zu zeitgemäßer Einrichtung.
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Gabbeh Loribaft
Die feinere Gabbeh-Variante mit weichem, dichtem Flor.
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Afshar
Geometrische Stammesmotive aus Südpersien.
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Lori
Kraftvolle Stammesware aus dem Zagros-Gebirge.
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Beluchauch: Belutsch, Baluch
Dunkle Rot-Blau-Töne und Gebetsmotive der Belutschen-Nomaden.
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Beluch Maschad
Feinere Beluch-Ware aus der Region Maschad.
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Schahsavan
Nomadenverband mit kaukasisch geprägten Mustern – gesuchte Sammlerware.
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