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Perserteppich-ProvenienzKerman Teppiche
Rosé, Elfenbein und weiches Blau statt kräftigem Rot: Kerman-Teppiche zählen zu den hellsten klassischen Persern – und zu den wenigen Provenienzen, bei denen figürliche Bildteppiche zum festen Repertoire gehören.

Was ist ein Kerman Teppich und woher stammt er?
Ein Kerman Teppich ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus dem Südosten des Iran, geknüpft in der Provinzhauptstadt Kerman und bekannt für pastellige Farbstellungen, dichte Blumenzeichnung und figürliche Bildteppiche. Die Stadt Kerman liegt rund 1.000 Fahrkilometer südöstlich von Teheran, südwestlich der Wüste Dascht-e-Lut, auf etwa 1.750 Metern Höhe. Teppiche aus Kerman haben eine lange Tradition: Die dortige Manufakturarbeit reicht bis in die Safawidenzeit zurück.
Im Handel begegnen Ihnen zwei Schreibweisen: Kerman und Kirman. Kirman Teppiche und Kerman-Teppiche meinen dieselbe Stadt – „Kirman“ folgt der älteren englischen Umschrift und steht deshalb häufig auf Auktionskatalogen und in angelsächsischer Fachliteratur, „Kerman“ ist die heute übliche deutsche Form.
Aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen die berühmten Vasenteppiche, deren Musteraufbau bis heute als Kerman-Handschrift gilt: ein durchlaufendes Rankengitter, in dem Vasen mit Blütenbouquets sitzen. Im 19. Jahrhundert bauten europäische und amerikanische Handelshäuser in Kerman eine große Exportproduktion auf. Bis in die 1930er-Jahre war der amerikanische Markt der wichtigste Abnehmer – daher die vielen hellen, wohnzimmerfreundlichen Farbstellungen, die man von diesem Typ kennt.
Eine Sonderstellung nimmt das Dorf Ravar ein, rund 150 Fahrkilometer nördlich von Kerman. Im Handel läuft es meist als Raver oder Lavar und steht für die feinsten Qualitäten der Region. Ein als „Kerman Ravar“ bezeichneter Teppich ist entsprechend hochwertiger geknüpft als Standardware – vorausgesetzt, die Bezeichnung stimmt.
Steckbrief
| Herkunft | Stadt Kerman, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Südosten Irans |
|---|---|
| Knüpfdichte | Ein Kerman trägt je nach Qualitätsstufe 160.000 bis 600.000 Knoten pro Quadratmeter |
| Material | Der Flor besteht aus weicher Korkwolle, das Grundgewebe aus Baumwolle; feine Qualitäten tragen Konturen aus Seide |
| Typische Größen | Große Wohnformate von 200 × 300 und 250 × 350 Zentimetern; auch Galerien und Übergrößen |
| Preisniveau | Im Handel liegt Neuware bei 350 bis 900 Euro pro Quadratmeter |
| Schreibvarianten | Kerman und Kirman bezeichnen dieselbe Stadt; die Feinqualität heißt Ravar, Raver oder Lavar |
Medaillon, Bordüre, florale Muster: Was ist typisch für einen Kerman Teppich?
Die Farbigkeit unterscheidet den Kerman von jedem anderen klassischen Perser: Altrosa, Elfenbein, Beige, Lachs, Pistaziengrün und ein weiches, ins Graue gehendes Blau. Kräftiges Signalrot, wie es Täbriz oder Sarough tragen, fehlt fast völlig. Der Grund liegt in der historischen Exportausrichtung – helle Böden passten zu europäischen und amerikanischen Wohnräumen. Das Ergebnis ist eine harmonische, dekorative Farbstellung, die sich bis heute gut mit modernen Einrichtungen verträgt.
Die häufigste Zeichnung ist ein zentrales Medaillon in einem üppig mit Blüten gefüllten Feld, umrahmt von Eckzwickeln und einer breiten, mehrfach gegliederten Bordüre mit floralen Mustern. Daneben stehen zwei Sonderformen: das Golfarang-Muster mit naturalistischen Rosen, das französische Aubusson-Vorbilder aufnimmt, und der Bildteppich mit Figurenmotiven wie Jagdszenen, Gartenpavillons, Herrscherporträts oder Motiven aus dem Schahname.
Der Flor besteht aus hochwertiger Schurwolle, meist weicher Korkwolle – der feinen Unterwolle, die beim Kämmen des Vlieses gewonnen wird. Sie gibt dem Kerman seinen seidigen Griff und den charakteristischen Lichtwechsel: Von der einen Seite betrachtet wirkt der Teppich hell, von der anderen deutlich dunkler. Kette und Schuss bestehen aus Baumwolle, und bei aufwendigen Stücken laufen zusätzlich Seidenfäden in den Blütenkonturen mit.
Konstruktiv arbeitet Kerman mit dem asymmetrischen Knoten, der jeweils nur einen der beiden Kettfäden umschlingt, und schiebt meist drei Schussfäden ein, bevor die nächste Knotenreihe folgt. Daraus entsteht ein festes, gleichmäßiges Gewebe, das große Formate stabil hält – der Grund, weshalb Kerman-Teppiche traditionell in Wohnzimmergrößen ab 200 × 300 Zentimetern geknüpft werden.
Im Aufbau der Zeichnung folgt Kerman den klassischen persischen Ornamenten: Palmetten, Arabesken und Wellenranken füllen das Feld, die Grundfarbe bleibt hell und lässt die Blüten davor stehen. Verbreitet sind außerdem Gartenmotive, bei denen Blumenbeete, Wasserläufe und Zypressen einen persischen Garten von oben abbilden. Wer den Unterschied zu anderen Provenienzen sucht, findet ihn weniger im Ornament als in der Grundfarbe – Kerman hellt auf, wo Täbriz oder Bidjar verdichten.
Woran erkennt man einen hochwertigen Kerman Teppich?
Prüfen Sie einen Kerman zuerst auf der Rückseite. Ist die Zeichnung dort ebenso klar lesbar wie vorne und stehen die Knotenreihen gleichmäßig, spricht das für saubere Manufakturarbeit. Bei der Knotendichte gilt: Standardware liegt zwischen 160.000 und 250.000 Knoten pro Quadratmeter, gehobene Ware erreicht 400.000, Ravar-Qualität sogar 600.000. Bleibt ein Stück unter 100.000 Knoten, ist es keine Kerman-Manufakturarbeit, sondern Dorf- oder Importware.
Der zweite Prüfpunkt sind die hellen Flächen. Elfenbein und Altrosa verzeihen keine Nachlässigkeit: Nachträglich chemisch aufgehellte Teppiche zeigen im hellen Fond einen fahlen, leicht gelblichen Ton und einen stumpfen Flor. Bei uns in der Wäscherei fällt das sofort auf, weil sich solche Stücke beim Waschen anders verhalten und die Farbe weiter nachgibt.
- Drei Schussfäden zwischen den Knotenreihen – auf der Rückseite als feine Querrippe spürbar
- Eckzwickel nehmen Form und Farbe des Medaillons auf, statt beliebig gefüllt zu sein
- Seitenkanten in Baumwolle umstochen, nicht nachträglich mit Wollgarn übernäht
- Namenskartusche an der Schmalseite: Werkstattname, aber kein Echtheitsbeweis
- Blütenkonturen laufen durchgehend, ohne dass Farbfelder ineinander verlaufen
- Teppich ans Fenster legen: Pastelltöne lassen sich nur bei Tageslicht beurteilen, Kunstlicht schönt den Elfenbeinfond.
- Um den Teppich herumgehen und beide Blickrichtungen vergleichen: Der Lichtwechsel muss deutlich sein, sonst fehlt die Korkwolle.
- Auf der Rückseite die Knoten abzählen, die auf einen Zentimeter kommen: Ab sechs Reihen je Zentimeter liegt eine feine Manufakturarbeit vor (siehe Faustregel).
- Die Handfläche flach über den Flor führen: Stumpfe, strohige Stellen deuten auf chemische Aufhellung hin.
- Fransen und die vier Bordürenecken kontrollieren – dort zeigen sich Reparaturen zuerst.
Knoten je Quadratmeter ÷ 10.000 = Knoten je QuadratzentimeterWie fein ein Bildteppich sein muss, lässt sich vorab ausrechnen. 300.000 Knoten je Quadratmeter ergeben 30 Knoten je Quadratzentimeter, also rund fünf Knotenreihen auf einem Zentimeter Breite; ein Kopf von zehn Zentimetern Höhe verteilt sich damit auf etwa 55 Reihen. Bei 150.000 Knoten bleiben für dieselbe Fläche nur 39 Reihen – ein knappes Drittel weniger Auflösung. Als Schwelle hat sich bewährt: Unter 300.000 Knoten je Quadratmeter lohnt eine figürliche Zeichnung selten, bei rein floralen Mustern spielt die Zahl eine deutlich kleinere Rolle.
Wie pflege ich einen Kerman-Teppich richtig?
Kerman-Teppiche brauchen mehr Aufmerksamkeit als dunkle Perser, weil jeder Schatten im hellen Fond sichtbar wird. Beim Saugen gehört ausschließlich die Glattdüse auf den Flor, geführt in Florrichtung; welche das ist, zeigt ein kurzer Strich mit der Hand – die widerstandslose Richtung ist die richtige. Halbjährlich sollte er die Ausrichtung wechseln, denn Sonnenlicht bleicht Altrosa und Pistaziengrün unterschiedlich schnell aus.
Frische Flecken nehmen Sie auf, indem Sie ein saugfähiges weißes Tuch auflegen und nur andrücken. Wischen treibt die Flüssigkeit in den Knotengrund, wo sie kaum noch zu erreichen ist. Von Fleckenspray raten wir bei diesem Typ dringend ab: Die hellen Flächen nehmen Reinigerreste an, und es entsteht ein heller Kranz, der später schwieriger zu beheben ist als der ursprüngliche Fleck.
Den Abstand zwischen zwei Grundwäschen richten Sie nach dem hellen Fond aus, nicht nach dem Kalender: Sobald Elfenbein ins Gräuliche kippt, sitzt der Feinstaub im Flor. In stark genutzten Räumen ist das oft nach drei Jahren so weit, in ruhigen Zimmern erst nach sieben oder acht. Gewaschen wird bei diesem Typ ausschließlich von Hand, nach einer vorgeschalteten Farbprobe an jedem einzelnen Ton: Pastellfarben und Seidenkonturen vertragen zu heißes Wasser nicht.
Große Formate stellen im Alltag eine eigene Anforderung: Unter schweren Möbeln entstehen Druckstellen, die sich nur langsam zurückbilden. Legen Sie Filzgleiter unter Möbelfüße und rücken Sie Sessel und Sofa gelegentlich ein paar Zentimeter, damit der Flor nicht dauerhaft plattgedrückt bleibt.
Kerman Teppich kaufen: Worauf achten? Was kostet er?
Weil Kerman traditionell groß knüpft, entscheidet beim Neukauf zuerst das Format über den Betrag: 200 × 300 Zentimeter kosten rund 2.100 bis 5.400 Euro, 250 × 350 cm etwa 3.000 bis 7.900 Euro. Umgerechnet entspricht das 350 bis 900 Euro pro Quadratmeter. Feine Ravar-Qualitäten und aufwendige Bildteppiche liegen darüber und werden meist als Einzelstücke kalkuliert.
Bei der Größenwahl spielt der Kerman seine Stärke im Wohnzimmer aus. Für eine Sitzgruppe sollte der Teppich so groß sein, dass mindestens die Vorderfüße von Sofa und Sesseln darauf stehen; unter dem Esstisch muss er ringsum so weit überstehen, dass die Stühle beim Zurückrücken nicht von der Kante kippen. Messen Sie den Raum vorher aus und lassen Sie zu den Wänden etwa 20 bis 40 Zentimeter Boden frei.
Für gute Qualität sprechen beim Kauf dieselben Punkte wie in der Prüfliste oben: eine klar lesbare Rückseite, ein sauberer, nicht vergrauter Elfenbeinfond, ein deutlicher Lichtwechsel der Korkwolle und intakte Kanten. Abnutzung zeigt sich bei hellen Teppichen zuerst in den Laufzonen als stumpfere, leicht graue Bahn.
Achten Sie beim Kauf auf das Herkunftsland, nicht nur auf den Namen. „Kerman“ bezeichnet im Handel längst auch ein Muster, das in Indien und Pakistan nachgeknüpft wird – solche Indo-Kerman sind völlig legitime Teppiche, kosten aber typischerweise weniger als die Hälfte der iranischen Ware und sollten auch entsprechend ausgezeichnet sein. Ein Blick auf die Rückseite hilft: Indo-Kerman zeigen häufig eine gleichmäßigere, maschinell wirkende Knotenstruktur und einen kräftigeren Rotanteil.
Wer ein großes Format sucht, findet beim iranischen Kerman ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, weil dieser Typ traditionell in Wohnzimmergrößen entsteht und Übergrößen keinen Sonderaufschlag tragen wie bei Nain oder Ghom. Kleinformate unter 150 × 200 Zentimetern sind dagegen vergleichsweise teuer, weil sie in Kerman kaum geknüpft werden.
Beim Kauf eines gebrauchten Kerman lohnt der Blick auf den Fond mehr als auf den Preis. Ein Stück mit sauberem Elfenbein und intakten Kanten für 900 Euro ist die bessere Entscheidung als ein vergrauter Teppich für 400 Euro: Die Differenz von 500 Euro ist aufgebraucht, sobald Wäsche und Kantenarbeit dazukommen – und ob der Fond danach wieder hell wird, steht vorher nicht fest. Was eine Wäsche leisten kann und was nicht, sagen wir vorab ehrlich.
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Wie viel ist ein Kirman-Teppich wert?
Für gebrauchte Kerman-Teppiche aus den Jahren 1960 bis 1990 liegen die Ankaufsspannen derzeit meist bei 80 bis 250 Euro pro Quadratmeter; für einen alten Kerman in 200 × 300 Zentimetern sind das etwa 480 bis 1.500 Euro. Den Wert bestimmen Knüpfdichte, Wollqualität, Format, Zeichnung und vor allem der Zustand der hellen Flächen – ein vergrauter oder chemisch gebleichter Elfenbeinfond drückt den Preis deutlich.
Höher bewertet werden feine Ravar-Qualitäten, sauber gearbeitete Bildteppiche und Ware von vor 1930 mit unverfälschten Farben. Für eine kostenlose Ersteinschätzung genügen uns Fotos der Vorder- und Rückseite bei Tageslicht, beider Schmalseiten und die exakten Maße; verbindlich wird sie am Original in Hamburg.
Die pastellige Farbwelt lässt sich kaum beschreiben, nur zeigen. Unser Shop führt Kerman-Teppiche mit Farbfotos, sodass Sie Rosé-, Elfenbein- und Blautöne direkt vergleichen können.

Kerman Teppiche kaufen
Handgeknüpfte Originale mit Maßen und Preis – geprüft von uns, erhältlich in unserem Online-Shop carpetportal.de.

Kerman
151 × 237 cm
Kerman
289 × 391 cm
Kerman
289 × 392 cm
Kerman
157 × 234 cm
Kerman
146 × 239 cm
Yazd Antik
316 × 441 cm
Kerman
151 × 242 cm
Kerman
121 × 191 cm
Kerman Lawar
209 × 304 cm
Kerman
121 × 189 cm
Kerman
145 × 237 cm
Kerman
306 × 421 cm
Kerman
239 × 341 cm
Kerman
271 × 370 cm
Kerman
179 × 271 cm
Kerman
78 × 469 cm
Kerman
87 × 149 cm
Kerman
144 × 239 cm
Kerman
196 × 286 cm
Kerman
187 × 279 cm
Kerman
156 × 241 cm
Kerman Lawar
149 × 246 cm
Kerman
291 × 394 cm
Kerman
153 × 243 cmHäufige Fragen zum Thema Kerman Teppiche
Sind Kerman-Teppiche eine gute Wertanlage?
Als Geldanlage sind handgeknüpfte Teppiche grundsätzlich ungeeignet, und der Kerman bildet keine Ausnahme. Die Preise für Gebrauchtware sind seit den 1990er-Jahren gefallen, weil das Angebot aus Haushaltsauflösungen groß ist und helle Böden im Wohnzimmer aus der Mode kamen. Wer einen Kerman kauft, sollte das wegen der Handarbeit und der Optik tun, nicht als Investition. Wer dennoch rechnen möchte, muss die Unterhaltskosten gegenhalten: Wäsche und gelegentliche Kantenarbeit fallen über die Jahrzehnte verlässlich an, ein Wertzuwachs in aller Regel nicht.
Woran erkenne ich einen guten Kerman-Bildteppich?
Entscheidend sind die Gesichter. Bei ausreichender Feinheit sind Augen, Nase und Hände rund ausgeformt und die Hauttöne gehen weich ineinander über; bei zu grober Knüpfung entstehen sichtbare Treppenstufen und die Figuren wirken maskenhaft. Prüfen Sie außerdem, ob die Szene bis in die Ecken durchkomponiert ist oder ob Leerflächen mit Standardranken aufgefüllt wurden. Signierte Bildteppiche mit stimmiger Perspektive sind die gesuchtesten Stücke dieser Provenienz.
Warum wirkt mein Kerman von zwei Seiten unterschiedlich hell?
Alle Knoten neigen sich in dieselbe Richtung, weil beim Knüpfen Reihe für Reihe von unten nach oben gearbeitet wird. Folgt Ihr Blick dieser Neigung, sehen Sie die Fasern von der Seite: Das Licht wird gleichmäßig zurückgeworfen, der Elfenbeinfond wirkt hell und seidig. Schauen Sie aus der Gegenrichtung, blicken Sie in die Faserenden hinein, dort sitzt der Schatten, und dieselbe Fläche erscheint dunkler und satter. Bei Korkwolle fällt der Unterschied besonders groß aus – in einem dunklen Zimmer lohnt es sich deshalb, die helle Ansicht zum Fenster zu drehen.
Kann eine Wäsche einen vergrauten Kerman wieder aufhellen?
Meist ja, aber nicht immer. Sitzt der Grauschleier als Feinstaub im Flor, holt eine fachgerechte Handwäsche den Elfenbeinton weitgehend zurück – das ist der Regelfall. Nicht rückholbar ist Grau, das von abgeriebenen Faserenden stammt oder von einer früheren chemischen Bleiche; hier ist die Faser selbst verändert. Welcher Fall vorliegt, sehen wir vor der Wäsche unter der Lupe und sagen es Ihnen vorher.
Lohnt sich ein alter Kerman-Teppich noch?
Das entscheidet sich an der Größe, sobald eine Instandsetzung ansteht. Bei einem Format von 200 × 300 Zentimetern trägt sich auch eine aufwendigere Arbeit noch, weil Neuware in dieser Größe vierstellig kostet und Kantensicherung samt Fransenerneuerung meist im niedrigen dreistelligen Bereich bleibt. Bei einer kleinen Brücke kippt die Rechnung schnell: Für den Betrag, den Wäsche und Kantenarbeit zusammen kosten, bekommt man in dieser Größe bereits ein vergleichbares Stück. Lassen Sie sich deshalb vorab einen Kostenvoranschlag geben.
Kerman-Teppich verkaufen – worauf kommt es an?
Auf Ehrlichkeit bei den Fotos. Fotografieren Sie ausdrücklich auch Flecken, abgelaufene Stellen und ausgebesserte Kanten – eine beschönigte Einschätzung führt nur dazu, dass der Preis bei der Besichtigung wieder fällt. Bei Haushaltsauflösungen bewerten wir mehrere Teppiche gemeinsam; ein schwächeres Stück im Konvolut ist meist unproblematisch, wenn ein gutes dabei ist.
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