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Perserteppich-ProvenienzSarough Teppiche
Dicht, schwer und für Jahrzehnte gebaut: Der Sarough Teppich kommt aus einem Dorf nördlich von Arak und prägte über Jahrzehnte den amerikanischen Perserteppich-Markt.

Was ist ein Sarough Teppich und woher kommt er?
Ein Sarough Teppich ist ein handgeknüpfter Perserteppich aus dem Knüpfgebiet um das Dorf Saruq in der zentraliranischen Provinz Markazi, bekannt für ein außergewöhnlich dichtes, schweres Gewebe und einen dicken, strapazierfähigen Flor. Im Handel begegnen Ihnen die Schreibvarianten Saruk, Sarouk und Sarugh – ob Saruk Teppich oder, im englischsprachigen Handel, Sarouk carpet: Gemeint ist dieselbe Provenienz.
Saruq liegt nördlich von Arak, das bis 1938 Sultanabad hieß. Sultanabad war ab dem 19. Jahrhundert das Zentrum des persischen Exportteppichs – hier saßen die europäischen Handelshäuser, hier wurde für den Westen produziert. Die Dörfer der Umgebung, Saruq an vorderster Stelle, lieferten dafür die Ware.
Zwischen 1920 und 1960 gehörte der Sarough zu den meistgehandelten Perserteppichen in den Vereinigten Staaten. Kaum eine Provenienz wurde damals so gezielt für den amerikanischen Markt geknüpft und exportiert. Die Importeure kauften ihn in großen Mengen, ließen ihn allerdings nach dem Import überarbeiten: Das originale, oft helle oder lachsfarbene Feld wurde in New York von Hand mit einem tiefen Himbeerrot übermalt, weil dieser Ton dem amerikanischen Geschmack entsprach. Aus dieser Praxis stammt der Handelsbegriff amerikanischer Sarough, im Englischen American Sarough oder Painted Sarouk. Stücke, die nach Amerika exportiert wurden und später nach Europa zurückkamen, handelt man heute als Reimport.
Bei den amerikanischen Saroughs ist diese Übermalung kein Makel und mindert den Wert eines antiken Stücks nicht automatisch – sie ist ein zeitgeschichtliches Merkmal, an dem sich die Herkunft datieren lässt. Erkennbar wird sie, wenn Sie den Flor auseinanderdrücken: Am Knotenansatz sitzt oft noch die ursprüngliche, hellere Farbe.
Steckbrief
| Herkunft | Dorf Saruq nördlich von Arak, Provinz Markazi, Zentraliran |
|---|---|
| Knüpfdichte | Meist 150.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter |
| Material | Dicht gepackte Hochlandwolle im Flor, Baumwollgrund mit zwei Schüssen je Knotenreihe |
| Florhöhe | 8 bis 12 Millimeter – deutlich dicker als bei feiner Stadtware |
| Typische Größen | Schwerpunkt bei großen Flächen ab 200 × 300 cm, dazu Galerien bis 400 cm Länge |
| Preisniveau | Neu 400 bis 900 Euro pro Quadratmeter, Indo-Sarough etwa ein Drittel davon |
| Schreibvarianten | Sarough, Saruk, Sarouk, Sarugh |
Welche Muster und Farben sind typisch für Sarough-Teppiche?
Das klassische Sarough-Muster ist ein Zentralmedaillon, meist rund oder gelappt, auf einem Fond aus locker gestreuten Blütenzweigen, dazu passende Eckzwickel und eine breite Hauptbordüre. Die zweite verbreitete Musterung ist das Allover: freistehende, voneinander getrennte Blütensträuße, gleichmäßig über das ganze Feld verteilt, ohne verbindendes Rankenwerk. In beiden Fällen bleibt die florale Zeichnung großflächig und dekorativ.
Die Farbgebung ist satt und formell. Hauptfarben sind Krapprot, tiefes Himbeerrot und Altrosa im Feld; ein dunkles Indigoblau setzt Medaillon und Bordüre ab, Creme, Beige und ein gedämpftes Grün dienen als Kontrastfarben. In der Gesamtwirkung erscheint ein Sarough dadurch repräsentativer und ernster als die hellen Zentraliraner aus Nain oder Ghom.
Bautechnisch ist der Sarough ein Schwergewicht. Zwischen zwei Knotenreihen liegen zwei Schussfäden, von denen der eine straff, der andere lose eingezogen wird – daraus entsteht die typische, leicht wellige Rückseite und das hohe Flächengewicht. Das Grundgewebe ist durchgehend aus Baumwolle gearbeitet; der Flor aus kräftiger Hochlandwolle ist nicht kurz geschoren wie bei Nain oder Ghom, sondern misst 8 bis 12 Millimeter.
Ein Sarough ist deshalb kein Teppich für den Umzugsalltag: Bei 250 × 350 Zentimetern kommen schnell 40 Kilogramm zusammen – daran tragen zwei Personen. Dafür ist er robust wie kaum eine andere persische Provenienz und hält Belastungen aus, an denen feinere Stücke scheitern.
Bei den Formaten liegt der Schwerpunkt auf großen Flächen. 200 × 300 und 250 × 350 Zentimeter sind die häufigsten Maße, dazu kommen Galerien bis etwa 400 Zentimeter Länge für Diele und Flur. Kleinformate unter 150 × 100 Zentimetern sind bei dieser Provenienz selten – der Sarough war nie als Beistellteppich gedacht, sondern sollte einen Raum tragen. Wer ein Sofa und zwei Sessel vollständig auf den Teppich stellen will, braucht ohnehin mindestens 250 × 350 Zentimeter.
Woran erkenne ich einen hochwertigen Sarough Teppich?
Ein Sarough bringt es je Quadratmeter üblicherweise auf 150.000 bis 350.000 Knoten. Ausschlaggebend ist bei dieser Provenienz aber nicht die Feinheit, sondern die Masse: Wollqualität, Gewebedichte und Florhöhe bestimmen die Lebensdauer stärker als die reine Knotenzahl.
Ein guter Test ist das Flächengewicht. Schieben Sie eine Hand unter die Mitte und lupfen Sie den Teppich eine Handbreit vom Boden: Ein echter Sarough zieht dabei spürbar nach unten und bringt mehr Masse mit, als seine Fläche vermuten lässt. Ein Stück, das sich leicht und schlaff anfühlt, ist entweder dünn geknüpft oder bereits stark abgelaufen. Prüfen Sie zusätzlich die Kanten: Sie tragen bei einem so schweren Teppich die größte Last und geben als Erstes nach.
Werfen Sie außerdem einen Blick auf frühere Reparaturen. Weil die Seitenkanten eines Sarough die größte Last tragen, sind sie oft schon einmal neu umwickelt worden – das ist normal und kein Grund zur Sorge, solange die Naht fest sitzt, die Wollstärke zur Umgebung passt und der Farbton nicht auffällig abweicht. Kritisch wird es, wenn die Kante mit Garn statt mit Wolle geflickt oder gar mit Klebeband stabilisiert wurde: Dann arbeitet das Gewebe an dieser Stelle weiter und reißt erneut ein.
Ein Punkt, über den im Handel selten gesprochen wird, ist die Glanzbehandlung. Manche Sarough durchlaufen nach dem Knüpfen ein chemisches Bad, das die Wolle rascher glänzen und den Teppich älter wirken lässt. Kurzfristig sieht das gut aus, langfristig greift eine zu scharfe Behandlung die Faser an – der Flor wird spröde und bricht an den Laufwegen früher. Verdächtig ist ein sehr gleichmäßiger, fast spiegelnder Glanz bei gleichzeitig stumpfer, trockener Wolle im Griff.
- Gewicht: Der Teppich fühlt sich für seine Größe auffallend schwer an – ein Kennzeichen des doppelten Schusses.
- Florhöhe: Die Wolle steht gleichmäßig 8 bis 12 Millimeter hoch, ohne flach getretene Laufzonen.
- Rückseite: Die Knotenreihen sind klar erkennbar und leicht wellig, nicht verklebt oder gleichförmig.
- Kanten: Die Seitenkanten sind fest umwickelt; aufgelöste Kanten sind bei Sarough die häufigste Schadensstelle.
- Farbansatz: Drücken Sie den Flor auseinander – eine hellere Farbe am Knotenansatz weist auf einen übermalten amerikanischen Sarough hin.
- Wolle: Drücken Sie eine Handfläche in den Flor und lassen Sie wieder los – bleibt der Abdruck stehen, ist die Faser müde oder chemisch überbehandelt.
- Zeichnung: Blütensträuße sind sauber ausgezeichnet und laufen an den Bordürenecken nicht ins Leere.
| Kriterium | Sarough | Sarough Mir |
|---|---|---|
| Muster | Medaillon oder gestreute Blütensträuße | Boteh-Allover in diagonalen Reihen |
| Knüpfdichte | 150.000–350.000 Knoten/m² | Oft mehr als 400.000 |
| Florhöhe | 8 bis 12 Millimeter | Deutlich kürzer geschoren |
| Gewebe | Schwer, zwei Schussfäden | Feiner und leichter |
| Bordüre | Eine breite Hauptbordüre | Viele schmale Nebenstreifen |
| Preisniveau | Günstiger | Spürbar höher |
Sarough Teppich kaufen: Worauf achten, was kostet er?
Werden Sarough Teppiche noch im Iran geknüpft? Ja – in den Dörfern um Arak entstehen sie bis heute von Hand, allerdings in deutlich kleinerer Zahl als zur Blütezeit im frühen 20. Jahrhundert. Beim Sarough zahlen Sie für Substanz, nicht für Feinheit: Der Quadratmeterpreis neuer persischer Ware bewegt sich zwischen 400 und 900 Euro. Ein großes 250 × 350 misst 8,75 Quadratmeter und landet damit bei 3.500 bis 7.900 Euro; für ein 200 × 300 sind 2.400 bis 5.400 Euro anzusetzen.
Bei der Größe lohnt es sich, großzügig zu planen, denn der Sarough ist für ganze Räume gedacht. 200 × 300 Zentimeter tragen eine Sitzgruppe oder einen Esstisch, ab 250 × 350 stehen Sofa und Sessel vollständig auf dem Teppich, Galerien bis etwa 400 Zentimeter Länge passen in Diele und Flur. Klären Sie bei großen Formaten vorab Treppenhaus und Türbreite – ein Stück dieser Größe wiegt rund 40 Kilogramm.
Für die Qualität gelten beim Kauf dieselben Merkmale wie oben beschrieben: ein spürbar schweres Gewebe, gleichmäßig hoher Flor ohne Laufstraßen, fest umwickelte Kanten und eine klar gezeichnete Rückseite. Fragen Sie bei alten Stücken außerdem nach, ob das Feld original oder als amerikanischer Sarough übermalt ist; beides ist legitim, sollte sich aber im Preis widerspiegeln.
Deutlich günstiger sind Sarough-Muster aus indischer und pakistanischer Produktion, die im Handel als Indo-Sarough laufen. Sie kosten häufig nur ein Drittel, verwenden aber meist maschinengesponnenes Garn und weniger widerstandsfähige Wolle. Für den Musterfreund ist das eine legitime Wahl – als langlebige Anschaffung ist der persische Sarough die solidere.
Neu oder gebraucht? Am interessantesten ist der Sarough gebraucht. Weil er so massiv gebaut ist, sind vierzig Jahre alte Stücke oft noch in bemerkenswertem Zustand und kosten einen Bruchteil der Neuware. Prüfen Sie beim Kauf vor allem die Rückseite: Schimmert dort stellenweise das Grundgewebe durch, ist die Nutzungsdauer abgelaufen.
Weiter unten auf dieser Seite finden Sie geprüfte Sarough Originale aus unserem Shop carpetportal.de, jeweils mit Maßen und Preis – so können Sie Format und Budget direkt miteinander abgleichen.
Wie pflege ich einen Sarough Teppich richtig?
Der dichte, hohe Flor eines Sarough nimmt viel Staub auf und gibt ihn nur widerwillig wieder ab. Saugen Sie deshalb häufiger als bei einem flach geknüpften Teppich und ziehen Sie den Sauger langsam, damit die Luft Zeit hat, den Staub aus der Tiefe zu holen. Eine rotierende Bürste ist auch hier tabu.
Wegen des Gewichts wird ein Sarough selten gedreht – genau das rächt sich. Ohne Drehung entstehen fest eingelaufene Wege und eine ungleichmäßig gebleichte Fläche. Planen Sie das Wenden einmal jährlich fest ein, am besten zu zweit.
Bei Flüssigkeiten zählt Tempo: Der dicke Flor saugt sich schnell voll, und Feuchtigkeit erreicht das Grundgewebe innerhalb von Minuten. Legen Sie ein saugfähiges Tuch auf und beschweren Sie es, statt zu reiben. Bleibt Restfeuchte im Gewebe, drohen Stockflecken – ein Schaden, der weit teurer wird als der ursprüngliche Fleck.
Weil der dichte Flor so viel bindet, ist bei einem Sarough im Wohnbereich etwa alle vier Jahre eine Grundwäsche fällig. Wir klopfen den Teppich am Alstertor 20 zunächst über Stunden staubfrei – bei einem Sarough kommt dabei regelmäßig mehr Staub heraus, als die Besitzer für möglich halten – und waschen ihn erst danach von Hand.
✓ Richtig
- Eine feste, atmungsaktive Unterlage verwenden – sie nimmt Druck von den Knotenköpfen.
- Möbelfüße mit Filzgleitern versehen und Möbel zweimal jährlich ein paar Zentimeter versetzen.
- Ausgefranste Seitenkanten sofort neu umwickeln lassen, bevor sich das Gewebe weiter öffnet.
- Zum Einlagern gewaschen um eine Rolle wickeln und stehend abstellen, nie liegend unter anderen Stücken.
✗ Besser vermeiden
- Den Teppich falten oder längere Zeit auf der Kante abstellen.
- Ein übermaltes amerikanisches Feld mit Hausmitteln aufhellen wollen.
- In Plastikfolie einschlagen – die eingeschlossene Feuchtigkeit begünstigt Stockflecken.
- Den Flor mit der Schere nachschneiden, um Trittspuren auszugleichen.
Sind alte Sarough Orientteppiche noch etwas wert?
Ja – alte und antike Sarough Teppiche gehören zu den gefragten Orientteppichen im Gebrauchtmarkt, weil ihr schweres Gewebe Jahrzehnte übersteht. Für die Bewertung zählen vor allem Erhaltungszustand, verbliebene Florhöhe, Format und Farbe. Im Ankauf bewegt sich ein persischer Sarough mit tragfähigem Flor bei uns zwischen 100 und 400 Euro je Quadratmeter; antike Stücke, die vor 1930 entstanden und ihre ursprüngliche Farbigkeit behalten haben, liegen deutlich darüber. Sehr große Formate über 300 × 400 Zentimeter erzielen dagegen oft einen niedrigeren Quadratmeterpreis, weil kaum eine Wohnung sie aufnimmt. Alle Angaben sind Erfahrungswerte, keine Zusicherung.
Für eine erste, kostenlose Einschätzung genügen Bilder per WhatsApp: Gesamtansicht, Rückseite, beide Längskanten und ein auseinandergedrückter Flor, an dem eine mögliche Übermalung sichtbar wird, dazu die Maße. Verbindlich wird die Zahl erst nach Sichtung in Hamburg.
Antike Sarough kommen unregelmäßig herein, jüngere Ware häufiger. Der aktuelle Stand steht unter Sarough-Teppiche im Onlineshop, sortiert nach Format und Preis.

Sarough Teppiche kaufen
Handgeknüpfte Originale mit Maßen und Preis – geprüft von uns, erhältlich in unserem Online-Shop carpetportal.de.

Sarough
64 × 137 cm
Farahan
107 × 302 cm
Sarough
64 × 197 cm
Sarough Antik
101 × 144 cm
Sarough Mohajeran
266 × 362 cm
Sarough
203 × 211 cm
American Sarough Mohajeran
129 × 194 cm
Sarough
71 × 79 cm
Sarough
249 × 346 cm
Sarough
81 × 406 cm
Farahan
299 × 399 cm
Sarough
321 × 431 cm
Sarough
161 × 260 cm
Sarough
133 × 198 cm
Sarough Mir Boteh
241 × 344 cm
Sarough
108 × 151 cm
Waramin
206 × 306 cm
Sarough
254 × 386 cm
Sarough Alt
76 × 191 cm
Sarough
66 × 135 cm
Sarough
71 × 132 cm
Sarough
209 × 319 cm
Farahan
108 × 304 cm
Sarough
303 × 398 cmHäufige Fragen zum Thema Sarough Teppiche
Was macht einen antiken Sarough wertvoll?
Vor allem die unangetastete Farbigkeit und ein Flor, der über die ganze Fläche noch trägt; solche Stücke taxieren wir einzeln statt nach Quadratmeter. Wichtig ist außerdem die richtige Zuordnung, denn aus derselben Landschaft um Arak stammen die groben, großformatigen Mahal- und Ziegler-Teppiche der Sultanabad-Zeit – sie tragen eigene Handelsnamen und ein eigenes Preisniveau. Ein altes Stück aus diesem Umfeld gehört deshalb erst bestimmt und dann bewertet, nie umgekehrt.
Was ist ein amerikanischer Sarough?
So nennt der Handel Sarough-Teppiche, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts über New Yorker Importhäuser in die USA kamen und dort nachträglich von Hand eingefärbt wurden; im Englischen heißen sie Painted Sarouk. Praktisch wichtig ist dabei ein Detail: Der Farbstoff wurde mit dem Pinsel auf die Florspitzen aufgetragen und sitzt nicht im Knoten. Bei einer unsachgemäßen Nasswäsche kann er deshalb ausbluten und in benachbarte Flächen wandern – ein solches Stück gehört in eine Werkstatt, die den Farbtest vorher macht.
Sarough oder Saruk – welche Schreibweise ist richtig?
Beide – und Sarouk und Sarugh ebenso. Wichtiger als die Umschrift ist, was der Name im Handel überhaupt meint – keine Adresse nämlich, sondern eine Bauart. Als Sarough läuft die schwere, zweischüssige Ware der gesamten Landschaft um Arak, nicht allein das Erzeugnis eines einzigen Ortes. Vom Etikett dürfen Sie deshalb weder auf den Knüpfort noch auf die Güte schließen.
Was unterscheidet einen Sarough von einem Sarough Mir?
Zuerst das Muster: Ein Sarough Mir trägt immer ein durchgehendes Boteh-Feld. Sehen Sie ein Medaillon, haben Sie keinen Sarough Mir vor sich – unabhängig davon, wie fein das Stück geknüpft ist. Der Zusatz Mir verweist auf den Sarabend-Distrikt, in dem diese Zeichnung zu Hause ist; die Werkstätten um Arak haben sie in feinerer Ausführung übernommen. Alles Weitere – Dichte, Florhöhe, Gewebe und Preis – steht in der Tabelle weiter oben.
Sarough-Teppich verkaufen – was zählt beim Preis?
Das Format, mehr als bei jeder anderen Provenienz. Ein 200 × 300 findet in Hamburg zuverlässig einen Käufer, ein 300 × 400 nur selten – und das schlägt auf den Quadratmeterpreis durch, obwohl die Qualität dieselbe sein kann. Nennen Sie uns deshalb gleich mit den ersten Bildern die genauen Maße; wir sagen Ihnen dann offen, ob sich der Weg zur Begutachtung lohnt.
Lohnt sich ein gebrauchter Sarough?
Ja, und zwar aus einem Grund, der bei feiner Stadtware nicht gilt: Der Sarough lässt sich reparieren. Dicker Flor und schweres Gewebe erlauben es, Kanten neu zu umwickeln und Fehlstellen nachzuknüpfen, ohne dass die Ausbesserung ins Auge fällt – bei kurzflorigen Teppichen sieht man jede Naht. Lassen Sie sich eine offene Kante vor dem Kauf trotzdem beziffern: Bei einem Sarough rechnet sich die Reparatur fast immer, bei dünn geknüpfter Ware selten.
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