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Perserteppich-ProvenienzHeriz-Teppiche
Kantiges Medaillon, Ziegelrot und Indigo, dazu ein brettartig fest geschlagenes Gewebe: Der Heriz aus Ostaserbaidschan ist die grobe, standfeste Dorfware für große Räume, in denen ständig jemand geht.

Was ist ein Heriz-Teppich?
Heriz-Teppiche sind handgeknüpfte Perserteppiche aus dem gleichnamigen Dorfbezirk in der Provinz Ostaserbaidschan im Nordwesten Irans, rund 80 Kilometer östlich von Täbriz. Kennzeichnend sind ein großes, kantig gezacktes Medaillon, Ziegelrot mit Indigo und Elfenbein sowie ein schweres, standfestes Gewebe. Heris meint dasselbe.
Heriz ist dabei weniger ein Ort als ein Sammelname. Rund um das gleichnamige Städtchen knüpfen mehrere Dutzend Dörfer nach derselben Grundidee, jedes mit eigenen Nuancen: Gorevan steht traditionell für gröbere, kräftige Ware, Mehriban für feinere Zeichnung, Ahar für strengere Medaillons und das Bagschaich-Gebiet – im Handel auch Bakhshayesh – für archaisch gezeichnete, sehr alte Stücke. Im Handel laufen sie meist gemeinsam unter dem Namen Heriz, weil die Grenzen fließend sind.
Groß wurde die Region ab den 1870er-Jahren durch den Export. Amerikanische Händler suchten Teppiche für hohe, weitläufige Räume, und Heriz lieferte genau das: große Formate, klare Zeichnung aus der Entfernung lesbar, ein Gewebe, das Möbelfüße und Straßenschuhe verträgt. Bis heute stehen in vielen amerikanischen Altbauten Heriz-Teppiche aus jener Zeit – aus diesem Export stammt ein großer Teil der antiken Heriz, die heute im europäischen Handel auftauchen.
Steckbrief
| Herkunft | Dorfbezirk Heriz, Provinz Ostaserbaidschan, 80 Kilometer östlich der Stadt Täbriz |
|---|---|
| Knüpfdichte | meist 80.000 Knoten/m², feine Stücke bis 160.000 |
| Material | kräftige Schurwolle aus dem Hochland auf Baumwollkette mit dickem Schuss, symmetrischer Türkischer Knoten |
| Typische Größen | 200 × 300 bis 300 × 400 Zentimeter; große Zimmerformate sind die Regel |
| Preisniveau | neu 250 bis 550 Euro pro Quadratmeter |
| Handelsnamen | Serapi für feine Antikstücke, dazu Gorevan, Mehriban und Ahar für Nachbardörfer |
| Erkennungszeichen | großes, gezacktes Medaillon mit Eckzwickeln in Ziegelrot, Indigo und Elfenbein |
Was ist das typische Muster eines Heriz-Teppichs?
Im Zentrum steht ein großes Medaillon mit zackigen, treppenförmigen Konturen, umgeben von vier kräftigen Eckzwickeln; dazwischen liegen große, geometrisch gefasste Blattranken. Diese Eckigkeit ist keine Vereinfachung, sondern eine Folge der Herstellung: In Heriz wird nach grob gerastertem Vorlagenpapier und aus der Erinnerung geknüpft, nicht nach einer fein gezeichneten Manufakturkarte wie in Täbriz.
Weil jede Knüpferin die Vorlage anders auslegt, ist die Zeichnung jedes Stücks einzigartig – zwei Heriz mit identischem Medaillon gibt es nicht. Wie groß das Medaillon ausfällt, richtet sich zudem nach dem Format: Im quadratischen Zuschnitt nimmt es fast die halbe Fläche ein, im langen Zimmerformat wirkt es deutlich gestreckt.
Die Konstruktion macht den Unterschied im Alltag. Auf einer Baumwollkette läuft zwischen jede Knotenreihe ein sehr dicker Schussfaden aus demselben Material. Das ergibt ein brettartig festes Gewebe mit kurzem, hart geschlagenem Flor. Praktische Folge: Ein Heriz in 300 × 400 Zentimetern wiegt rund 40 Kilogramm – zum Wenden oder Rollen braucht es zwei Personen.
Diese Struktur erklärt die Verschleißfestigkeit: Die Kettfäden liegen dicht, der Flor sitzt kurz, und die Oberfläche gibt unter Druck kaum nach. Auch die Zeichnung folgt der Bauweise – die floralen Elemente in den Eckpartien stehen in streng symmetrischen Achsen, weil das grobe Raster keine feinen Zwischenschritte zulässt. Damit zählt der Heriz zu den strapazierfähigsten persischen Provenienzen und lässt sich auch als Läufer im Flur legen, wo sich die Wollqualität am schnellsten zeigt.
Der Farbklang ist unverwechselbar: ein warmes Ziegel- bis Kupferrot als Grundton, dazu tiefes Indigoblau und Beige als Gegenpole, Elfenbein für die Umrisse und sparsam eingesetztes Gelb oder Grün. Im Handel hält sich die Erzählung, das mineralhaltige Wasser der Region mache die Wolle besonders zäh; belegt ist das nicht – belegbar ist dagegen, dass die Schafe der Hochlagen um den Sabalan eine ausgesprochen kräftige, langfaserige Wolle liefern.
Woran erkenne ich einen echten Heriz-Teppich?
Ein echter Heriz verrät sich auf der Rückseite. Weil zwischen die Knotenreihen ein sehr dicker Schussfaden gelegt wird, läuft dort quer eine deutlich fühlbare Rippe durch – Reihe für Reihe, über die ganze Länge. Maschinell gewebte Ware zeigt diese Rippe praktisch nie; spüren lässt sie sich mit der flachen Hand, noch bevor man hinsieht.
Am Rand entscheidet sich der Rest. Die Enden laufen in einen schmalen, flach gewebten Abschluss aus, die seitlichen Umstechungen sind dicht in Wolle über zwei bis drei Kettfäden gelegt. Eine aufgesetzte Borte, ein Gewebeband auf der Unterseite oder ein gummiartiger Geruch, wenn der Teppich in der Sonne warm wird, schließen ein Original aus.
Die größere Verwechslungsgefahr geht ohnehin nicht von Maschinenware aus, sondern von handgeknüpften Nachbildungen aus Indien und Pakistan, die im Handel unter dem Namen Indo-Heriz geführt werden. Diese Stücke kopieren Medaillon und Farbklang sauber, arbeiten aber mit weicherer Wolle und leichterem Gewebe. Der Test dafür braucht keine Lupe: Schlagen Sie eine Ecke um. Das persische Original stellt sich steif auf und behält die Kante, die Nachbildung fällt weich zurück.
Auf die Waage sollten Sie sich dabei nicht verlassen. Der Heriz ist kein Schwergewicht: Mit rund 3,3 Kilogramm je Quadratmeter liegt er im üblichen Rahmen eines Perserteppichs – die 40 Kilogramm eines Zimmerformats kommen aus der Fläche, nicht aus der Dichte. Deutlich massiver gebaut ist der Bidjar aus Kurdistan, dessen nass geknüpftes Gewebe 5 bis 8 Kilogramm je Quadratmeter erreicht. Der Heriz bleibt dafür beweglicher und liegt nach dem Umlegen schneller wieder plan.
Bei neueren Heriz-Teppichen liegt die Knotendichte zwischen 80.000 und 160.000 je Quadratmeter. Entscheidender als die Zahl ist die Verarbeitung: Ein guter Heriz liegt vollkommen plan, hat gerade Kanten über die gesamte Länge und zeigt auf der Rückseite eine dichte, gleichmäßige Knüpfung ohne offene Stellen.
- Planlage: Der Teppich muss ohne Beschwerung flach liegen. Wellen im großen Format bekommt man selten dauerhaft heraus.
- Kanten und Enden: Die seitlichen Umstechungen tragen bei diesem Gewicht die Hauptlast – offene Stellen sofort sichern lassen.
- Flor: kurz, aber überall gleich hoch. Glänzende, tiefer liegende Bahnen zeigen Laufwege und damit gelaufene Substanz.
- Farbe: Ein natürlich gealtertes Ziegelrot verläuft weich von der Florspitze zur Basis. Ein von oben bis unten gleichmäßig blasses Rot deutet auf chemische Aufhellung.
- Rückseite: Bei antiken Stücken auf Reparaturfelder achten – nachgeknüpfte Partien fühlen sich beim Streichen härter an als die Umgebung.
- Format: Sehr große Heriz sind schwer zu transportieren und zu waschen. Klären Sie Zugang und Treppenhaus vor dem Kauf.
Warum heißt ein Heriz-Teppich manchmal Serapi?
Serapi ist kein eigener Teppichtyp und kein Knüpfort im engeren Sinn, sondern ein Handelsname. Er leitet sich vom Städtchen Sarab südöstlich von Heriz ab und meint feinere, meist vor 1900 entstandene Heriz-Teppiche mit weiter gezeichnetem Muster und höherer Knotenzahl.
Ein Teppich wird also nicht als Serapi geknüpft, sondern im Nachhinein so eingestuft – entsprechend großzügig fällt die Verwendung im Handel aus. Für die Einordnung hilft deshalb die Zeitachse mehr als das Etikett. Vor 1900 stand das Feld weiter, die Zeichnung wirkte luftiger, und gefärbt wurde pflanzlich: Krapp für das Ziegelrot, Indigo für das Blau. Mit dem Exportboom danach rückten die Motive enger zusammen, die Formate wuchsen, und synthetische Farbstoffe kamen hinzu. Ein Serapi erkennen Sie deshalb an Zeichnung und Farbverlauf, nicht am Aufkleber.
| Kriterium | Heriz (klassisch) | Serapi (Antik-Qualität) |
|---|---|---|
| Entstehungszeit | überwiegend nach 1900 | überwiegend vor 1900 |
| Knüpfdichte | 80.000–160.000 Knoten/m² | höher, feineres Gewebe |
| Musterdichte | Feld dicht gefüllt | weiter gezeichnet, mehr freier Grund |
| Farbigkeit | kräftiges Ziegelrot, tiefes Indigo | zarter, oft Lachs- und Hellblautöne |
| Marktstellung | Gebrauchsteppich, gut verfügbar | Sammlerware, Preis im Einzelfall |
Was ist ein Heriz-Teppich wert?
Der Wert eines Heriz-Teppichs hängt an Alter, Erhaltungszustand, Format, Farbqualität und daran, ob das Stück in die Antik-Kategorie fällt. Alter und Zustand ziehen den Preis in dieser Gruppe weit auseinander: Ein gebrauchtes Stück aus den 1980er-Jahren und ein gut erhaltener Serapi des 19. Jahrhunderts landen in völlig verschiedenen Preisklassen, obwohl beide dasselbe Medaillon tragen.
Gebrauchte Heriz-Teppiche mittlerer Qualität erreichen im Ankauf meist mittlere dreistellige, bei großen Formaten in gutem Zustand auch knapp vierstellige Beträge. Antike Heriz und Serapi mit vollem Flor, unverfälschten Pflanzenfarben und ohne großflächige Reparaturen werden in einem eigenen Sammlersegment gehandelt und erzielen deutlich höhere Beträge – wie hoch, entscheidet sich am einzelnen Stück und an der Nachfrage zum Verkaufszeitpunkt.
Zwei Punkte kosten bei diesem Typ regelmäßig Geld. Der erste sind die seitlichen Umstechungen: Bei einem Teppich von 40 Kilogramm reißen sie beim Verschieben zuerst, und ein offener Rand ist bei der Bewertung immer ein Abzug. Der zweite ist die Unterseite – Heriz-Teppiche liegen oft jahrzehntelang unverrückt unter einem Esstisch, und genau dort finden wir beim Umdrehen die Mottenschäden, von denen der Besitzer nichts wusste.
Steht ein Verkauf an, beginnt alles mit Bildern: Fotografieren Sie den Teppich vollständig von oben bei Tageslicht, dazu die Rückseite, beide Enden, die Kanten und alle Schadstellen, und messen Sie Länge und Breite nach. Damit können wir per WhatsApp eine erste Spanne nennen, kostenfrei und ohne Verpflichtung. Für das verbindliche Angebot begutachten wir den Teppich in Hamburg – bei großen, schweren Formaten holen wir ihn nach Absprache auch ab.
Wie pflege ich einen Heriz-Teppich im Alltag?
Ein Heriz verlangt wenig Zuwendung, und das liegt an seiner Bauweise. Kurzer Flor und schweres Gewebe stecken Esszimmerstühle, Kinder und Straßenschuhe weg, ohne dass sich Druckstellen einprägen. Saugen Sie in Florrichtung und ohne Bürstenwalze; eine Antirutschmatte braucht dieser Teppich wegen seines Eigengewichts in der Regel nicht.
Sein größtes Risiko ist Nässe von unten. Weil das Gewebe so dicht ist, trocknet ein Heriz nach einem Wasserschaden nur langsam durch – und feuchte Baumwollkette ist der ideale Nährboden für Stockflecken und Schimmelgeruch. Nach einem ausgelaufenen Blumentopf oder einem geplatzten Heizungsventil sollte der Teppich deshalb umgehend angehoben und beidseitig belüftet werden.
Zur Grundwäsche gehört ein Heriz in eine Werkstatt mit Hebevorrichtung und Trockenkammer, schon wegen des Gewichts im nassen Zustand. Wir klopfen zuerst den Sand aus dem Knotengrund, waschen dann von Hand und trocknen hängend. Lose Kantenumstechungen und ausgefranste Enden sichern wir im selben Durchgang, weil ein offener Rand sonst mit jedem Waschgang weiter aufgeht.
✓ Richtig
- Alle ein bis zwei Wochen absaugen – Sand arbeitet sich in diesem dichten Gewebe langsam nach unten und schneidet dort in die Wolle.
- Nach einem Wasserschaden den Teppich sofort anheben und beidseitig belüften.
- Stuhl- und Tischbeine mit Filzgleitern versehen.
- Vor dem Kauf Türbreiten, Treppenhaus und Aufzugmaß prüfen.
✗ Besser vermeiden
- Den nassen Teppich flach liegen lassen – die Baumwollkette stockt von unten.
- Dampfreiniger oder Waschsauger einsetzen; die Feuchtigkeit bleibt im dichten Gewebe.
- Ein schweres Format allein rollen und tragen.
- Offene Kantenumstechungen aufschieben; bei diesem Gewicht reißen sie zügig weiter.
Was kostet ein Heriz-Teppich – und warum sind antike Stücke so gefragt?
Die Preisspanne für neue, handgeknüpfte Heriz-Teppiche reicht im Fachhandel von etwa 250 bis 550 Euro je Quadratmeter. Für ein großes Zimmerformat von 300 × 400 Zentimetern – 12 Quadratmeter – werden daraus rund 3.000 bis 6.600 Euro, je nachdem, wie fein das Medaillon gezeichnet ist und wie gut die Wolle ausfällt.
Antike Heriz-Teppiche sind aus drei Gründen so gefragt. Sie kamen ab den 1870er-Jahren in großen Formaten nach Europa und Amerika und sind deshalb bis heute in ausreichender Zahl im Umlauf. Ihr schweres Gewebe hat die Jahrzehnte überstanden, während feinere Ware derselben Zeit längst durchgelaufen ist. Und ihr kantiges, großflächiges Muster verträgt sich gut mit moderner Einrichtung, weil es aus der Distanz als Fläche wirkt und nicht als Ornamentteppich.
Gebrauchte Heriz-Teppiche aus den 1960er- bis 1990er-Jahren sind häufig die vernünftigste Wahl: Sie kosten deutlich weniger als hochwertige Neuware, haben sich bereits gesetzt und zeigen bei intaktem Flor kaum Unterschied zum neuen Stück. Antike Heriz und Serapi werden dagegen nach Sammlermaßstäben gehandelt, mit Preisen, die sich nicht aus dem Quadratmeter ableiten lassen.
Achten Sie beim Vergleich darauf, was gemeint ist. Als „Heriz“ werden auch indische und pakistanische Nachbildungen im selben Stil verkauft. Sie übernehmen das Design, sind sauber gearbeitet und günstiger, haben aber ein leichteres Gewebe, andere Wolle und nicht die charakteristische Standfestigkeit des persischen Originals; in der Langlebigkeit liegen Welten dazwischen.
Tischlänge + 140 cm und Tischbreite + 140 cm = Mindestmaß des TeppichsDamit die Stuhlbeine auch beim Zurückrücken auf dem Teppich bleiben, muss er an jeder Seite mindestens 70 Zentimeter über die Tischkante hinausragen. Bei einem Tisch von 160 × 90 Zentimetern ergibt das ein Mindestmaß von 300 × 230 Zentimetern – genau der Formatbereich, in dem Heriz-Teppiche ohnehin zu Hause sind.
Große Formate sind die Stärke dieser Provenienz. In unserem Shop stehen Heriz-Teppiche in Zimmer- und Salongrößen mit vollständigen Maßangaben.

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Häufige Fragen zu Heriz-Teppiche
Wie stark bestimmt das Format den Wert eines Heriz-Teppichs?
Stärker als bei den meisten anderen Provenienzen. Große Zimmermaße sind beim Heriz die Regel und werden auch so nachgefragt; ein Standardmaß von 200 × 300 oder 300 × 400 Zentimetern lässt sich deshalb leichter vermitteln als ein quadratischer Zuschnitt oder ein sehr langes Sonderformat, selbst wenn Qualität und Zustand gleich sind. Gleich danach kommt die Farbe: Ein unverfälschtes Ziegelrot trägt den Preis, ein flächig aufgehelltes drückt ihn. Messen Sie Länge und Breite vor der Anfrage nach – bei alten Stücken weichen die tatsächlichen Maße oft um mehrere Zentimeter von der Erinnerung ab.
Wie verlässlich ist die Bezeichnung Serapi?
Nur bedingt – der Begriff stammt aus dem westlichen Handel, nicht aus der Region: Iranische Händler sprechen von Heriz oder nennen gleich das Dorf Sarab, von dem sich das Wort ableitet. Sarab selbst ist vor allem für schmale Langformate bekannt, die mit dem großen Medaillonteppich wenig gemein haben; der Handelsname sagt also nicht einmal zuverlässig etwas über den Knüpfort. Vergeben und geprüft wird die Einstufung von niemandem, weshalb sie in Verkaufsanzeigen ungleich häufiger auftaucht als in Gutachten.
Heißt es Heriz oder Heris?
Heris und Heriz meinen denselben Dorfbezirk; die eine Form geht auf die englische, die andere auf die deutsche Wiedergabe des persischen Namens zurück. Beide sind im Handel gebräuchlich, auch auf Zertifikaten und Rechnungen. Wer nach Heris sucht, findet dieselbe Ware – ein Qualitätsunterschied steckt nicht dahinter.
Ist ein Heriz-Teppich für Flur und Esszimmer geeignet?
Ja, er gehört zu den robustesten Perserteppichen überhaupt. Der kurze, hart geschlagene Flor und das schwere Baumwollgewebe vertragen Stuhlbeine und viel Laufverkehr, ohne dass sich dauerhafte Druckstellen bilden. Wichtig ist vor allem, dass er plan liegt: Ein Heriz mit Welle scheuert an den Hochpunkten deutlich schneller durch.
Lohnt sich ein gebrauchter Heriz-Teppich?
Fast immer ja. Ein gebrauchter Heriz mit vollem Flor kostet spürbar weniger als ein neues Stück gleicher Größe und bringt dieselbe Belastbarkeit mit. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Teppich plan liegt, die Kanten geschlossen sind und die Florhöhe über die Fläche gleichmäßig ist; diese drei Punkte entscheiden über die verbleibende Lebensdauer.
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