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Perserteppich-Provenienz

Kashan-Teppiche

Strenges Rundmedaillon auf dichtem Rankengrund, tiefes Rot mit Indigo und eine Wolle, die sich fast seidig anfühlt: Der Kashan ist die klassische persische Stadtware aus dem Zentraliran.

Kashan-Teppiche

Was ist ein Kashan-Teppich?

Der Kashan-Teppich ist die klassische Stadtware des Zentraliran: ein handgeknüpfter Perserteppich aus Kashan in der Provinz Isfahan, kenntlich am streng gezeichneten Rundmedaillon auf dichtem Rankengrund, am tiefen Krapprot mit Indigoblau und an außergewöhnlich weicher Korkwolle. Im Handel begegnen ebenso die Schreibweisen Keshan, Keschan und Kaschan; gemeint ist stets dieselbe Oasenstadt, gut 250 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran.

Ihre erste Blütezeit als Teppichzentrum erlebte die Stadt im 16. und 17. Jahrhundert unter den Safawiden. Kashan war damals vor allem für Seidenweberei berühmt, und mehrere der bedeutendsten erhaltenen Seidenteppiche jener Epoche werden Kashaner Werkstätten zugeschrieben. Wie umstritten solche Zuschreibungen sind, zeigt der berühmte Ardabil-Teppich, der heute in London im Victoria and Albert Museum liegt: Je nach Forschungsmeinung stammt er aus Täbriz oder aus Kaschan. Mit dem Zerfall der safawidischen Ordnung im 18. Jahrhundert brach diese Produktion weitgehend ab.

Wiederbelebt wurde die Knüpferei erst um 1890 – und zwar über einen Umweg. Kashaner Kaufleute kauften feines Merinogarn, das über Manchester in den Iran gelangte, und ließen daraus Teppiche knüpfen. Diese Stücke laufen bis heute unter dem Namen Manchester-Kashan und gelten wegen ihrer besonders weichen, glänzenden Wolle als eigene Klasse. Aus derselben Zeit stammt die Werkstatt des Meisters Mohtasham; Mohtasham-Kashan zählt im Antikhandel bis heute zu den gesuchtesten Zuschreibungen überhaupt, belegen lässt sie sich am Einzelstück allerdings selten.

Steckbrief

HerkunftKashan, Provinz Isfahan, Zentraliran – rund 250 Kilometer südlich von Teheran
SonderformenBildteppich, Gebetsteppich mit Mihrab-Nische, Seiden-Kashan
Knüpfdichte35 bis 50 Raj; das entspricht einer Viertel- bis halben Million Knoten je Quadratmeter
MaterialKorkwolle auf Baumwollkette, asymmetrischer Persischer Knoten; daneben reine Seiden-Kashan
Typische Größen140 × 210 und 200 × 300 Zentimeter, dazu 250 × 350 und Galerieformate
Preisniveauim Neuzustand 400 bis 900 Euro pro Quadratmeter
Erkennungszeichenrundes Medaillon mit Anhängern, vier passende Eckzwickel, dichtes Islimi-Rankenwerk

Wie ist ein klassischer Kashan-Teppich aufgebaut?

Der klassische Kashan zeigt ein zentrales rundes oder ovales Medaillon mit spitz auslaufenden Anhängern nach oben und unten, dazu vier Eckzwickel, die dasselbe Motiv aufgreifen. Dazwischen läuft ein dicht gestelltes Rankenwerk aus Islimi-Spiralen und Schah-Abbas-Palmetten. Gearbeitet wird auf einer Baumwollkette mit dem asymmetrischen Persischen Knoten – jener Technik, die feine Rundungen in der Zeichnung überhaupt erst möglich macht.

Der Stoff, für den die Stadt berühmt ist, heißt Korkwolle, persisch kork: die feine Unterwolle von Hals und Brust des Schafs, die im Frühjahr ausgekämmt und nicht mitgeschoren wird. Sie ist kürzer, weicher und glänzender als gewöhnliche Schurwolle und lässt sich sehr fein verspinnen. Ein Kashan aus reiner Korkwolle fühlt sich beim Darüberstreichen fast seidig an und wechselt je nach Blickrichtung deutlich seine Helligkeit.

Auch die Formate tragen in Persien eigene Namen, und in Kashan sind sie bis heute gebräuchlich: Zaronim bezeichnet ein Maß von rund 150 × 100 Zentimetern, Dozar etwa 200 × 130 Zentimeter, Kelleghi das lange Kopfformat für den Platz am Kopfende des Raums und Kenareh die schmalen Läufer, die seitlich daneben lagen. Diese vier Formate gehörten ursprünglich zu einer festen Zimmergarnitur, weshalb sie im Handel häufig zusammen angeboten werden.

Als Grundgewebe dient Baumwolle, für den Flor hochwertige Schurwolle oder Korkwolle. Die floralen Ornamente sind so gestellt, dass Feld und Bordüre einander antworten – ein Ordnungsprinzip, das aus der höfischen Knüpfkunst der Safawidenzeit stammt. Diese Bauweise macht den Teppich langlebig; ein Kashan aus einer guten Manufaktur übersteht bei normaler Wohnnutzung fünfzig Jahre und mehr.

Die Farbpalette ist enger gefasst als bei Dorfteppichen: tiefes Krapprot, dunkles Indigo und Elfenbein bestimmen das Bild, Grün und Altrosa treten nur sparsam hinzu. Neben dem Medaillonteppich sind drei Sonderformen verbreitet – der Bildteppich mit Szenen aus der persischen Dichtung, der Gebetsteppich mit einseitig gerichteter Mihrab-Nische und der Seiden-Kashan, der vollständig aus Naturseide geknüpft wird.

Woran erkenne ich einen Kashan-Teppich?

Einen Kashan erkennen Sie an der Kombination aus rundem Medaillon mit vier passenden Eckzwickeln, dichtem Islimi-Rankenwerk, asymmetrischem Persischem Knoten auf Baumwollkette und an der Korkwolle, die weich und schimmernd wirkt. Verwechselt wird er am häufigsten mit Isfahan und Nain, die aus derselben Region stammen, aber feiner geknüpft und heller angelegt sind.

Die Abgrenzung ist schnell gemacht: Der Isfahan ist feiner geknüpft und zieht oft Seidenkonturen um die Blüten, der Nain baut auf Hellblau und Elfenbein statt auf das Kashaner Krapprot. Bleibt der Grundton tiefrot und die Wolle matt glänzend, sprechen Sie über einen Kashan.

Übliche Kashan-Qualitäten erreichen 250.000 Knoten je Quadratmeter, feine Stücke bis 500.000. Diese Dichte ist die Voraussetzung dafür, dass die gebogenen Ranken tatsächlich rund wirken und nicht in sichtbare Treppenstufen zerfallen. Genau an dieser Stelle trennt sich gute von mittelmäßiger Stadtware.

Als Maß für die Feinheit nennt der Handel gern die Raj-Zahl; sie zählt, wie viele Knoten quer nebeneinander auf einer Strecke von sieben Zentimetern liegen. Bei einem guten Kashan sind das 40 bis 50. Nachprüfen können Sie das ohne Werkzeug: Rückseite nach oben, ein Lineal anlegen und bei Tageslicht eine Reihe Knotenköpfe durchzählen.

  • Wolle: Korkwolle fühlt sich glatt, kühl und dicht an. Strohige, matte Wolle bedeutet dieselbe Zeichnung in schlechterer Ausführung – und einen deutlich niedrigeren Wert.
  • Zeichnung: Laufen die Ranken sauber rund, und schließt die Bordüre in allen vier Ecken korrekt an? Abgebrochene Eckauflösungen zeigen eilige Arbeit.
  • Fransen: Gehören sie als Verlängerung der Kette zum Teppich, oder sind sie aufgenäht? Aufgenähte Fransen deuten auf eine frühere Reparatur oder auf Maschinenware hin.
  • Kettführung: Beim persischen Knoten auf versetzt liegenden Ketten zeigt die Rückseite je Knoten nur einen Kettfaden, und die Fläche fühlt sich fein körnig an. Ein flach und glatt wirkender Rücken deutet auf eine einfachere Bauweise.
  • Rückseite: Bei einem feinen Kashan ist das Muster hinten fast so scharf zu lesen wie vorne. Verwaschene Konturen sprechen für eine gröbere Qualitätsstufe.
  • Flor: Gleichmäßige Höhe über die ganze Fläche. Wellen, Kuhlen oder glänzende Bahnen deuten auf Abnutzung oder auf einen früheren Wasserschaden.
Knotendichte in einer Minute nachrechnenKnoten auf 10 × 10 cm = Knoten/dm², das Ganze × 100 = Knoten/m²

Zählen Sie auf der Rückseite bei gutem Licht die Knotenköpfe auf zehn Zentimetern in beide Richtungen. 55 × 55 ergibt 3.025 Knoten je Quadratdezimeter, hochgerechnet also rund 302.500 Knoten auf dem Quadratmeter. Die Raj-Angabe des Handels bezieht sich dagegen auf sieben Zentimeter Kettbreite: 40 Raj entsprechen etwa 57 Knoten auf zehn Zentimetern.

Was ist ein Kashan-Teppich wert – und sind alte Stücke wertvoller?

Den Wert eines Kashan bestimmen Knüpfdichte, Wollqualität, Alter, Erhaltungszustand und Format – bei antiken Stücken kommt die Zuschreibung an eine Werkstatt hinzu. Besonders gesucht sind feine, alte Stücke: Ein Mohtasham-Kashan oder ein früher Manchester-Kashan in gutem Zustand erzielt ein Vielfaches eines gleich großen Teppichs aus jüngerer Serienproduktion. Chemisch nachgetönte Stücke, im Handel „gewaschene“ Teppiche, verlieren dagegen spürbar.

Für gebrauchte Teppiche aus Kashan in mittlerer Qualität und Wohnzimmergröße liegen die Ankaufspreise häufig im mittleren dreistelligen bis unteren vierstelligen Bereich; feine antike Arbeiten und Seiden-Kashan reichen deutlich darüber hinaus. Umgekehrt bringt ein durchgelaufener Teppich mit Löchern oder mit chemisch aufgehelltem Feld auch bei prominentem Namen nur wenig. Ein Preis lässt sich seriös erst nach Sichtung nennen.

Ein Wort zu den sogenannten gewaschenen Teppichen: Gemeint ist eine chemische Nachbehandlung, die kräftiges Krapprot in einen weichen Altrosaton verwandelt, weil der sich leichter verkauft. Erkennbar ist der Eingriff daran, dass der helle Ton bis in die Knotenbasis reicht – bei natürlicher Alterung bleibt der Fuß des Flors dunkler als die Spitze. Rückgängig machen lässt sich das nicht, und im Ankauf schlägt es voll durch.

Schicken Sie uns für eine kostenlose Ersteinschätzung Fotos per WhatsApp: das Feld von oben, ein Rückseitenausschnitt im Tageslicht, beide Enden, die Kanten und jede Schadstelle, dazu die Maße in Zentimetern. Wer den Teppich lieber persönlich zeigen möchte, ist in unserer Teppich Wäscherei in Hamburg willkommen – ohne Termin und ohne Kaufzwang.

KriteriumAntiker Kashan (vor 1930)Neuer Kashan
WolleKorkwolle, oft Manchester-MerinogarnKorkwolle oder normale Schurwolle
Färbungüberwiegend pflanzlichüberwiegend synthetisch, lichtechter
WertbestimmendZustand, Werkstatt, FarbqualitätKnüpfdichte, Wolle, Format
PreisbildungSammlermarkt, stark schwankendQuadratmeterpreis, gut vergleichbar
Verfügbarkeitselten, meist aus Nachlässenim Fachhandel jederzeit
Reparaturbedarfhäufig, oft bereits repariertin der Regel keiner

Wie pflege ich einen Kashan-Teppich richtig?

Feine Korkwolle ist empfindlicher als grobe Dorfwolle. Saugen Sie deshalb ausschließlich mit glatter Düse und in Florrichtung; eine Bürstenwalze reißt bei kurzem, dichtem Flor Fasern aus dem Knoten. Schwere Möbelfüße gehören auf Untersetzer, sonst bleiben Druckstellen, die sich nur mit Dampf und Geduld wieder aufrichten lassen.

Den Rottönen setzt direktes Sonnenlicht am stärksten zu: Krapprot bleicht über Jahre zu Lachsrosa aus, und zwar genau dort, wo das Licht auf den Teppich fällt. Wenden Sie den Teppich zweimal jährlich, oder schließen Sie mittags den Vorhang. Ebenso wichtig ist Bewegung – Motten legen ihre Eier bevorzugt unter Schränken und Sofas, wo monatelang niemand saugt.

Bei der Wäsche zeigt sich, wie ein Kashan gefärbt wurde. Pflanzlich gefärbtes Krapprot gibt beim Farbtest allenfalls einen Hauch ab und bleibt danach stabil; ein chemisch nachgetöntes Feld färbt dagegen sofort auf das Prüftuch durch – solche Teppiche werden bei uns kalt und mit reduzierter Wassermenge gewaschen. Korkwolle stellt sich nach dem Trocknen von allein wieder auf, weshalb ein sauber gewaschener Kashan hinterher spürbar heller wirkt als vorher.

Zur Grundwäsche gehört ein feiner Kashan in die Hand, nicht in die Maschine. In der Werkstatt wird er zuerst ausgeklopft und abgesaugt, dann mit einem Farbtest an unauffälliger Stelle geprüft und erst danach gewaschen und langsam getrocknet. Die Frage, wann die nächste Wäsche ansteht, beantwortet der Blick auf die Knotenbasis: Sitzt dort Staub, hilft kein Absaugen mehr.

Was kostet ein Kashan-Teppich?

Für neue, handgeknüpfte Teppiche aus Kashan verlangt der Fachhandel meist 400 bis 900 Euro je Quadratmeter. Ein großes Format von 250 × 350 Zentimetern bringt 8,75 Quadratmeter mit; daraus werden Beträge zwischen 3.500 und 7.900 Euro – je nach Raj-Zahl, Wollart und Sorgfalt der Rankenzeichnung.

Teppiche aus reiner Seide werden nach völlig anderen Maßstäben gehandelt, weil dort Materialpreis und Knüpfzeit zugleich steigen; kleine Formate erreichen die Preise großer Wollteppiche. Antike Mohtasham- und Manchester-Kashan bilden einen Sammlermarkt mit eigener Preisbildung, in dem Zustand und Provenienz mehr zählen als die reine Fläche.

Wer den Charakter des Kashan mag, aber weniger ausgeben möchte, findet in indischen Nachbildungen desselben Musters eine günstige Alternative. Sie sind sauber gearbeitet, kommen aber mit maschinengesponnenem Garn und flacherer Wolle daher und erreichen weder den Griff noch den Lichtwechsel eines Originals aus Korkwolle.

Mythos: Je mehr Knoten, desto besser der Teppich.

Fakt: Die Knotenzahl bestimmt nur, wie fein die Zeichnung ausfallen kann. Ein dicht geknüpfter Teppich aus minderer Wolle läuft schneller ab als ein gröberer aus Korkwolle. Dichte und Materialqualität sind zwei getrennte Größen.

Mythos: Wenn ein Teppich glänzt, ist Seide darin.

Fakt: Auch mercerisierte Baumwolle und Viskose glänzen stark, teils stärker als Naturseide. Naturseide reflektiert wärmer, erwärmt sich beim Reiben zwischen den Fingern schnell und ist deutlich leichter. Der Glanz allein sagt nichts über das Material.

Mythos: Ein Echtheitszertifikat belegt den Wert.

Fakt: Ein Zertifikat nennt in der Regel Herkunft, Material und Maße, aber keinen geprüften Marktwert. Die darauf gedruckten Beträge stammen vom Verkäufer, nicht von einer unabhängigen Stelle.

Zwischen einem neueren Kashan und einem antiken Mohtasham liegen Welten im Preis. Beide Enden der Spanne finden Sie in unserer Auswahl an Kashan-Teppichen.

Herkunft: Kashan, Provinz Isfahan, Zentraliran
Herkunft: Kashan, Provinz Isfahan, Zentraliran – Kashan liegt am Übergang zur zentraliranischen Salzwüste, etwa auf halbem Weg zwischen Teheran und Isfahan · Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende
Fachlich geprüft von Reza Hassani, Inhaber der Teppich Wäscherei Hamburg (Alstertor 20) – Ankauf, Wäsche und Reparatur von Orientteppichen.
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Häufige Fragen zu Kashan-Teppiche


Was kostet ein Kashan-Teppich in Wohnzimmergröße?

Bei neuer Wollware in 200 × 300 Zentimetern – das sind sechs Quadratmeter – bewegen sich die Preise üblicherweise zwischen 2.400 und 5.400 Euro. Darüber rangieren feine Qualitäten mit hoher Raj-Zahl und reine Seiden-Kashan. Gebrauchte Stücke derselben Machart werden im Handel häufig spürbar günstiger angeboten, solange der Flor noch voll steht. Achten Sie dabei auf die genannte Raj-Zahl: Sie wird in Inseraten gern großzügig aufgerundet und lässt sich auf der Rückseite in einer Minute nachzählen.

Welches Alter macht einen Kashan-Teppich zum Antikstück?

Die Grenze zieht der Handel bei rund hundert Jahren; was darunter bis in die Zwischenkriegszeit zurückreicht, läuft als semi-antik. Für den Preis gibt allerdings nicht das Datum den Ausschlag, sondern wie viel Flor noch steht und ob die Farben unbehandelt sind. Vorsicht bei eingeknüpften Signaturen im Bordürenfeld: Sie werden gern als Beleg für eine berühmte Werkstatt angeführt, lassen sich aber leicht nachahmen und ersetzen keine Begutachtung. Wir sehen uns Fotos vorab kostenlos an und sagen offen, wenn sich eine Zuschreibung nicht halten lässt.

Was bedeutet Korkwolle bei einem Kashan?

Je Tier kommen beim Auskämmen nur wenige hundert Gramm dieser feinsten Unterwolle zusammen – deshalb liegt ein Teppich aus reiner Korkwolle deutlich über einem gleich großen Stück aus normaler Schurwolle. Im Laden hilft der Handrücken: Über Korkwolle gleitet die Haut fast widerstandslos, gewöhnliche Schurwolle bremst spürbar. Steht Korkwolle im Angebotstext, ohne dass sich das im Preis abbildet, ist meist nur ein Anteil gemeint.

Heißt es Kashan, Keshan, Keschan oder Kaschan?

Dahinter steckt immer dieselbe Knüpfstadt im Zentraliran. Kashan folgt der internationalen Umschrift; Keshan, Keschan und Kaschan sind ältere deutsche Varianten, die im Handel weiterhin auftauchen. Für Qualität und Preis hat die Schreibung keinerlei Bedeutung – sie verrät höchstens, aus welchem Jahrzehnt der Katalogtext stammt.

Kann ich einen Kashan-Teppich auf Fußbodenheizung legen?

Ja. Der kurze, dichte Flor eines Kashan leitet Wärme besser weiter als ein hochfloriger Nomadenteppich. Achten Sie darauf, dass die Vorlauftemperatur nicht sprunghaft steigt und der Boden vor dem Auslegen vollständig trocken ist, damit die Wolle nicht ungleichmäßig arbeitet. Eine dünne, atmungsaktive Unterlage ist sinnvoll, eine dicke Schaumstoffmatte nicht.

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